Nützliche Patienteninformationen

Was ist Osteoporose?

Was ist Osteoporose?

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine häufige Stoffwechselerkrankung und betrifft etwa 10 Prozent der Frauen über 60 Jahre. Der Anteil der betroffenen Männer ist etwas geringer. Beim gesunden Menschen ist der Knochen im permanenten Umbau. Das bedeutet, Knochenneubildung und Knochenabbau stehen in einem harmonischen Gleichgewicht. Bei Osteoporose hingegen wird entweder zu wenig Knochen gebildet oder der Knochen vermehrt abgebaut. Dieser Substanzverlust schwächt die Knochen. Sie sind im Vergleich zu den Knochen gesunder Menschen durch ihre geringere Knochendichte weniger belastbar und daher auch anfälliger für Brüche.

Was passiert im Knochen?

  • Der Knochen ist bei weitem kein statisches Gebilde. Vielmehr befindet er sich in einem ständigen Umbau. Für diesen sind zwei Zellarten verantwortlich:
      • Osteoklaste
      • Osteoblasten
      • Die Osteoklasten bauen Knochen ab, während die Osteoblasten für den Wiederaufbau von Knochensubstanz sorgen.
  • Beide Zelltypen stehen normalerweise miteinander im Gleichgewicht. Sobald Knochen abgebaut wird, wird er auch wieder aufgebaut – ein ausgeglichenes Wechselspiel.
  • Überwiegt in späteren Lebensjahren die Aktivität der Osteoklasten, kommt es verstärkt zum Knochenabbau. Bei jedem Umbauschritt wird immer etwas zu wenig neue Knochensubstanz gebildet. Über die Jahre hinweg addiert sich dies zu einem so großen Verlust, dass die innere Struktur der Knochen geschwächt und damit anfällig für Brüche wird. Dies führt zur Entstehung von Osteoporose.

Was sind typische Symptome?

  • Osteoporose ist eine still verlaufende Krankheit, die sich zunächst ohne bemerkbare Symptome entwickelt. Die eigentliche Ursache der Erkrankung, also die Verringerung der Knochendichte, ist nicht mit Schmerzen verbunden.
  • Häufig wird die Erkrankung deshalb erst im späten Stadium entdeckt, wenn ein Knochen bricht. Brüche treten vor allem an den Wirbelkörpern, aber auch an der Hüfte, am Oberschenkelhals und an den Unterarmen auf. Bereits das Heben kleinerer Lasten oder das Abrutschen von einer Treppenstufe können im vorgerückten Krankheitsstadium zu Wirbelkörperbrüchen führen. Oft werden Wirbelkörperbrüche nicht bemerkt oder der damit verbundene Schmerz als Hexenschuss fehlgedeutet.
  • Im weiteren Verlauf können die Symptome der Osteoporose äußerst schmerzhaft werden und die Bewegungsfähigkeit der Patienten stark einschränken. Mangelnde Bewegung führt wiederum zu Kreislaufproblemen, so dass sich der Gesundheitszustand und das Allgemeinbefinden des Osteoporose-Patienten graduell immer weiter verschlechtert.

  Osteoporose

Wie wird Osteoporose erkannt?

  • Eine frühe Diagnose ist entscheidend für eine erfolgreiche Osteoporose-Therapie. Die Knochendichte-Messung ist die beste Möglichkeit, Osteoporose bereits in einem frühen Krankheitsstadium zu erkennen bzw. das Risiko einer Erkrankung bereits im Vorfeld zu prognostizieren. Die Vorteile dieses Messverfahrens sind zum einen die hohe Präzision und eine genaue Ergebnisermittlung. Zum anderen setzt die Messung den Organismus einer vergleichsweise geringen Strahlenbelastung aus. In Sonderfällen werden Computertomographie und Ultraschallverfahren eingesetzt.
  • Die Knochendichtemessung liefert folgende Informationen:
      • Risiken einer späteren Osteoporose
      • Rate des Knochenverlustes in Kontrollmessungen
      • Dokumentation der Wirksamkeit der Behandlung

Welche Therapie hilft?

  • Im Vordergrund einer zielgerichteten Therapie stehen die sofortige und ausreichende Schmerzbehandlung sowie die Gabe knochenaufbauender Substanzen. Neben der medikamentösen Therapie können auch physikalische Behandlungen, wie z. B. Kälteanwendungen, eingesetzt werden.
  • Ergänzend zur Schmerztherapie ist unbedingt eine Veränderung der Lebensweise erforderlich. Dazu gehört insbesondere eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und die Umstellung der Ernährung auf eine kalziumreiche Kost. Außerdem sollten Betroffene gezielt Sport treiben, um ihre Muskulatur zu kräftigen, ihre Beweglichkeit zu steigern und zu lernen, das Risiko von Stürzen zu vermeiden.
  • Häufig reichen aber bei schwerer Osteoporose eine Ernährungsumstellung und Bewegung allein nicht aus. Dann werden die notwendigen Mengen an Kalzium und Vitamin D über Medikamente zugeführt. Bestehen bereits Knochenbrüche, muss deren Heilung unterstützt werden. Dies geschieht meist mit Hilfe von Kalzitoninen oder Bisphosphonaten, die einen Nettozuwachs an Knochenmasse bewirken, indem sie den übermäßigen Knochenabbau vermindern.
  • Die Kosten einer Osteoporosebehandlung werden von den Krankenkassen übernommen. Die Kosten für Vorsorgemaßnahmen müssen in der Regel vom Patienten selbst gezahlt werden.

Wann ist ein Arzt gefragt?

Durch eine frühzeitige Diagnose und Therapie der Osteoporose ließe sich bei vielen Patienten die Schwere des Krankheitsverlaufs deutlich abschwächen.

Deshalb sollten Sie, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, mit Ihrem Arzt über weitergehende Untersuchungen sprechen, um eine mögliche Osteoporose abzuklären:

  • Ich bin mehr als 4 cm kleiner geworden.
  • Ich habe plötzlich und über Wochen anhaltende Rückenschmerzen.
  • Ich habe in den letzten Jahren ungewollt mehr als zehn Prozent meines Körpergewichts abgenommen.
  • Ich hatte nach meinem 50. Lebensjahr einen Knochenbruch.
  • Ich bin im letzten Jahr ohne Einwirkung äußerer Kräfte gestürzt.
  • Ich bin überschlank, mein Body Mass Index liegt unter 20.
Sport zur Stärkung des Knochenbaus

Sport zur Stärkung des Knochenbaus

Wie Muskeln brauchen auch Knochen sportliche Betätigung, um ihre Stabilität zu erhalten und um Osteoporose vorzubeugen bzw. eine Behandlung zu unterstützen. Im Folgenden erhalten Sie weiterführende Informationen zu sinnvollen Aktivitäten.

Warum ist Sport gut für die Knochen?

  • Der Knochen ist ein lebendes Gewebe, das sich ständig erneuert. Während altes Knochengewebe zerfällt, wird neues gebildet. Diese Erneuerung ist als Knochenumbildung bekannt und für die Stabilität der Knochen wichtig.
  • Die Knochenzellen werden durch Muskelarbeit beansprucht. Die körperliche Aktivität stimuliert somit die Knochenumbildung und Regeneration.

Sie sollten regelmäßig Sport treiben

  • Die körperliche Aktivität fördert über eine Steigerung der Stoffwechselaktivität indirekt auch den Erhalt der Knochenstruktur.
  • Ohne körperliche Aktivität stehen die Abbauprozesse im Knochen im Vordergrund.
  • Um der Osteoporose vorzubeugen, sollten Sie daher regelmäßig 30 Minuten pro Tag körperlich aktiv sein.
  • Es ist nie zu spät, den eigenen Knochenbau zu stärken. In jedem Alter kann eine regelmäßige und angemessene sportliche Betätigung die Knochenstärkung fördern.

Täglich einige Übungen durchführen und in den Alltag integrieren

  • Es muss nicht gleich Sport im engeren Sinne sein, schon regelmäßige Bewegung im Alltag ist zu empfehlen.
  • Erledigen Sie Ihre Einkäufe so oft wie möglich zu Fuß.
  • Gehen Sie jeden Tag ein paar Minuten in Ihrem persönlichen Tempo spazieren.
  • Machen Sie morgens sanfte und langsame Bewegungen, um Ihre Gelenke aufzuwärmen.
  • Steigen Sie Treppen, anstatt den Aufzug oder eine Rolltreppe zu benutzen.

Welche Sportarten sollten bevorzugt werden?

  • Sportarten mit einer gleichmäßigen und moderaten Beanspruchung wie Walken, Joggen, Aerobic oder Schwimmen sind zu empfehlen.
  • Andere Sportarten wie Tai Chi verbessern das Gleichgewicht und reduzieren die Sturzgefahr.

Welche Sportarten sollten vermieden werden?

  • Aktivitäten, bei denen Sie stürzen und sich Knochenbrüche zuziehen können, wie z. B. Skilaufen oder Reiten, sind zu vermeiden.
  • Körperliche Aktivitäten wie Gewichtheben oder Boxen, bei denen die Knochen zu sehr belastet werden und es zu Impulsbelastungen kommt, sind ebenfalls nicht zu empfehlen.

Die Auswahl der am besten geeigneten Sportart

  • Stehende körperliche Betätigungen, bei denen Sie das Gewicht Ihres Körpers tragen, sind gegenüber sitzenden Aktivitäten, z. B. auf dem Fahrrad, zu bevorzugen.
  • Wählen Sie Aktivitäten, die die Streckung der Muskeln und Bänder stimulieren.
  • Die Wahl der am besten geeigneten Betätigung kann auch während eines Arzttermins besprochen werden.
AusdauersportartenWirkung auf die KnochenAndere Wirkungen
Joggen, Tennis, Wandern, Inline-Skating, Volleyball, Fitness, Aerobic, SchwimmenZu Hause: Steppen, Fitness mit HantelnSehr geeignetSehr gut für die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System
Yoga, Tai-Chi, Gesellschaftstanz, SpaziergängeZu Hause: abwechselnd Strecken und SteppenGeeignetGut für den Gleichgewichtssinn und um Stürzen vorzubeugen
Radfahren, Wassergymnastik, LanglaufGeringe Wirkung auf die KnochenGut für die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System

Yoga, Tai-Chi, Gesellschaftstanz, Spaziergänge
Zu Hause: abwechselnd Strecken und Steppen

GeeignetGut für den Gleichgewichtssinn und um Stürzen vorzubeugen
Gartenarbeit, BastelnGeringe Wirkung auf die KnochenVermeiden Sie Stellungen, die Sie aus dem Gleichgewicht bringen könnten und die den Rücken stark belasten
Rugby, KampfsportartenGeringe Wirkung auf die Knochen, bei Osteoporose zu vermeidenGut für die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System

Tragen Sie bequeme Sportbekleidung und essen Sie vor jeder Trainingseinheit etwas Leichtes, um Ihren Magen zu schonen. Planen Sie jeden Tag etwa eine halbe Stunde Sport ein. Joggen oder leichte Gymnastikübungen sind besonders zu empfehlen. Auch in Ihrem Alltag können Sie etwas für Ihre Knochen tun. Erledigen Sie möglichst viele Wege zu Fuß oder nutzen Sie das Fahrrad.

Diagnose Hüft- und Kniegelenkarthrose

Eine Hüftgelenksarthrose kann ein künstliches Hüftgelenk erforderlich machen. Nach dem Eingriff kann dieses künstliche Gelenk die Lebensqualität des Patienten deutlich verbessern. Im Folgenden erfahren Sie, was bei der Entscheidung zu beachten ist und wie eine Operation erfolgen kann.

 

Sie haben die Diagnose Hüftarthrose erhalten. Ist eine Operation unumgänglich?

  • Beim typischen Verlauf einer Hüftarthrose (Coxarthrose) kommt es zum fortschreitenden Schwund des Knorpels im Hüftgelenk. Dieser Schwund findet an den Gelenkflächen zwischen dem Oberschenkel- und Beckenknochen statt. Der Knorpel kann dadurch nicht mehr seine Funktion als Dämpfer erfüllen. Die Bewegung des Gelenks verursacht Reibungen, die immer schmerzhafter werden und die Hüfte langsam in ihrer Funktion zunehmend einschränken.
  • Der Gelenkknorpel ist nicht oder nur in sehr geringem Umfang fähig sich selbst zu regenerieren. Auch ist derzeit kein wirksames Mittel vorhanden, um diese Kontaktoberfläche, den Knorpel, wiederherzustellen.
  • Eine Hüftprothese ist daher langfristig oft die einzige Lösung, um das Gelenk instand zu setzen, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.
  • Das Einsetzen einer Hüftprothese ist eine der häufigsten Operationen. In Deutschland wird der Eingriff jedes Jahr etwa 200.000 Mal durchgeführt.

Wann sollte ein Patient sich für eine Operation entscheiden?

  • Wenn der Knorpel des Gelenks sehr angegriffen ist, wird jede Bewegung der Hüfte schwierig. Diese Bewegungen rufen Schmerzen und damit nachfolgende Steifigkeit hervor.
  • Der chirurgische Eingriff wird in Betracht gezogen, bevor sich die Steifigkeit und der Schmerz zu sehr auf das Gehen auswirken oder den nächtlichen Schlaf beeinträchtigen. Daher wird eine Operation empfohlen, wenn mit konservativen Mitteln allein keine zufriedenstellende Schmerzlinderung und Beweglichkeit mehr erreicht werden kann.
  • Zwischen der Diagnose Arthrose und der Notwendigkeit eines künstlichen Hüftgelenks kann aber oft ein Jahrzehnt vergehen. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt eine individuelle Einschätzung für Ihren Fall geben.

Wie läuft der Eingriff ab?

  • Das Ziel des Eingriffs ist die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit des Gelenkes bei Schmerzfreiheit auch unter Belastung.
  • Die Operation wird unter Vollnarkose oder mit einer rückenmarksnahen Betäubung (Spinalanästhesie) durchgeführt und dauert ca.1,5 - 2 Stunden.
  • Es gibt verschiedene Operationsmethoden, meistens werden  sowohl die Gelenkpfanne als auch der  Gelenkkopf ersetzt. Man spricht dann von einer totalen Endoprothese, abgekürzt TEP. Je nach Situation kann es auch sinnvoll sein, nur den Gelenkkopf zu ersetzen. Man spricht in diesem seltenen Falle von einer HEP, einer Hemi-Endo-Prothese.
  • Die Implantate können entweder zementfrei oder zementiert im Knochen verankert werden. Bei der zementfreien Verankerung wächst der Knochen in die Oberflächenstruktur der Prothese ein. Bei der zementierten Verankerung wird die Prothese mit einem Medizinzement in den Knochen zementiert oder geklebt. Zementfreie Implantate halten wahrscheinlich dauerhafter im Knochen. Bei eingeschränkter Knochenqualität, beispielsweise im Alter, ist oft die zementierte Prothesenverankerung nötig.
  • Die einzementierte Prothese wird vorwiegend bei älteren Menschen eingesetzt. Der Vorteil ist, dass die Hüfte sofort nach der Operation wieder voll belastbar ist.
  • Bei der zementfreien Prothese dauert es einige Wochen, bis die Hüfte wieder voll belastbar ist. Der Vorteil ist die längere Haltbarkeit.
  • Es gibt Mischoperationen, bei denen nur der Gelenkkopf in den Knochen einzementiert wird oder nur der Gelenkschaft
  • Eine besondere Operationsform bei jüngeren Menschen ist die Umstellungsoperation des Gelenkes  ohne Protheseneinsatz, die sinnvoll sein kann, um durch die Achsenkorrektur eine veränderte Hüftbelastung zu erreichen. Voraussetzung ist ein ansonsten gesunder Knochen. Durch den Verzicht auf eine Prothese sind Folgeoperationen wie der Austausch einer Prothese nach 10 bis 20 Jahren zu vermeiden.

Was kann der Patient von diesem Eingriff erwarten?

  • Der operative Gelenkersatz ist in fortgeschrittenem Krankheitsstadium die einzige Möglichkeit, eine gute Funktionsweise des Gelenks wiederherzustellen und Schmerzen zu beseitigen.
  • Die Operation ist ein relativ kleiner Eingriff. Auch bei älteren Menschen kann der Einbau einer Hüftprothese sinnvoll sein um Mobilität und Selbstständigkeit zu erhalten.
  • Die Rehabilitation kann dabei ambulant und wohnortnah oder in einer speziellen Einrichtung erfolgen (stationäre Rehabilitation).
  • Das Gelenk ist im Allgemeinen nach 4 bis 6 Wochen wieder funktionstüchtig.
  • Nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ist auch leichte sportliche Aktivität möglich und sinnvoll.
  • Auch nach zehn Jahren sind 95 Prozent der Hüftprothesen noch voll funktionsfähig. Mit der Zeit kann es zur Lockerung der Prothese kommen.  Nach etwa 15 oder mehr Jahren ist häufig ein Wechsel der Prothese nötig.

 

Ab einem gewissen Stadium des Verlaufs einer Hüftarthrose ist ein künstliches Hüftgelenk die einzig wirksame Lösung, um den Schmerz zu reduzieren und eine Funktion des Gelenks wieder zu ermöglichen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Möglichkeiten. Er kann beurteilen, ob eine Operation sinnvoll und erforderlich ist. 

Stand: August 2012

Computerarbeitsplätze – was ist zu beachten?

Computerarbeitsplätze – was ist zu beachten?

Jeder Zweite arbeitet täglich mit einem Rechner. Die meisten Computerarbeitsplätze sind aber nicht richtig eingerichtet, was zu Gesundheitsproblemen führen kann.

Bildschirmarbeit belastet vor allem die Augen, beansprucht aber auch den ganzen Körper. Voraussetzungen für ein gesundes Arbeiten am Computer sind der richtige Monitor, eine optimale Beleuchtung und eine ergonomisch perfekte Sitzposition. Die Anforderungen an einen gesunden Bildschirmarbeitsplatz sind unter anderem in der Bildschirmarbeitsverordnung festgehalten.

Welchen Anforderungen muss der Monitor genügen?

    • Die Größe des Bildschirms sollte an die jeweilige Arbeitsanwendung angepasst werden. Für einfache Textverarbeitung reicht eine Bildschirmdiagonale von 15 Zoll aus, für Grafikanwendungen sollten es mindestens 20 Zoll sein. Flimmert der Bildschirm, was bei Röhrenbildschirmen häufig der Fall ist, verursacht das Augenbrennen und Kopfschmerzen. Eine ausreichend große Bildschirmdarstellung, die keine Verzerrungen zeigt, ist deshalb unverzichtbar. Die Angaben der Bildschirmdiagonale sind bei Röhrenmonitor und LCD-Display nicht direkt vergleichbar. Ein 15-Zoll-LCD-Monitor hat ein sichtbares Bild von 38 cm und entspricht einem 17-Zoll-Röhrenmonitor.
    • Die Schrift auf dem Monitor sollte aussehen wie gedruckt, das bedeutet: am besten schwarz auf weißem oder sehr hellem Grund. Der Monitor steht dann richtig, wenn sich die erste Schriftzeile etwas unterhalb der Augenhöhe befindet. Auch die Entfernung zwischen Monitor und Auge spielt eine Rolle. Sie sollte mindestens 50 Zentimeter, besser noch 70 Zentimeter betragen.

Wie wichtig ist die richtige Beleuchtung?

Die Beleuchtung rund um den Arbeitsplatz wirkt sich besonders stark auf die Augen aus. Mit Vorhängen oder Jalousien lässt sich der Einfall des Tageslichts regulieren. Der Raum sollte möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet sein, damit zu hohe Kontraste vermieden werden. Sonst muss sich das Auge ständig neu einstellen.

Auch die Ausrichtung des Monitors ist wichtig. Optimal ist das Fenster parallel zur Blickrichtung bzw. der Bildschirm im rechten Winkel zum Fenster. Wer eine Arbeitsplatzlampe benutzt, sollte sie nicht alleine, sondern immer mit der normalen Zimmerlampe anschalten.

Gutes Sehen am Computer

Generell sollte jeder Bildschirmarbeiter seine Augen regelmäßig vom Augenarzt überprüfen lassen. Vor allem ab 45 Jahren ist man gut beraten, sich bei Sehproblemen eine Brille zuzulegen. Um die Augen für die speziellen Sehanforderungen im Büro und vor dem Computerschirm zu korrigieren, haben einige Glashersteller spezielle Bildschirmbrillen entwickelt. Übliche Lesebrillen sind nur bedingt geeignet, da sie meist nur einen geringen Entfernungsspielraum zulassen wie z. B. das Lesen aus 40 bis 50 cm Entfernung. Der weiter entfernte PC-Bildschirm ist damit aber häufig nicht mehr scharf. Bildschirmbrillen haben eine variable Sehstärke und können für Sehentfernungen zwischen der Schriftvorlage (z. B. 40 cm) und dem Bildschirm (z. B. 80 cm) genutzt werden.

Gibt es eine optimale Sitzposition?

Für die Arbeit am Computer eignet sich am besten ein ergonomisch gestalteter Büroarbeitsstuhl. Er ermöglicht eine unverkrampfte Sitzhaltung und schont den Rücken. Die Rückenlehne sollte flexibel sein und jede Bewegung begleiten. Mithilfe von Armlehnen lassen sich Unter- und Oberarm entspannt im rechten Winkel zueinander aufstützen. Eine leicht nach unten geneigte Sitzfläche verbessert zudem die Arbeitshaltung.

Regelmäßige Pausen sind wichtig

Der Gesundheitsschutz bei der Bildschirmarbeit ist in der Bildschirmarbeitsverordnung gesetzlich geregelt. Demnach muss der Arbeitgeber die Tätigkeit am PC so organisieren, dass Beschäftigte regelmäßig Pausen machen können oder ihre Arbeit am Monitor hin und wieder durch andere Tätigkeiten unterbrechen können.

Wer Probleme durch langes Sitzen oder Augenbrennen bekommt, sollte darüber unbedingt mit seinem Arbeitgeber sprechen.

Informationen im Internet: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (www.baua.de)

Computer Arbeitsplatz - Was ist zu beachten?

Tipps für ein augen- und rückenfreundliches Arbeiten am PC:

    • Stellen Sie Ihren Bildschirm im rechten Winkel quer zum Fenster auf.
    • Verwenden Sie einen Lichtschutz am Fenster, wenn Sie das Tageslicht blendet.
    • Schalten Sie die Arbeitsplatzlampe immer nur gemeinsam mit dem Raumlicht ein.
    • Sitzen Sie mit entspannten Schultern und halten Sie Ihren Kopf gerade.
    • Halten Sie die Ober- und Unterarme etwa im rechten Winkel zueinander.
    • Die Ober- und Unterschenkel stehen im rechten Winkel zueinander.

 

Hausmittel bei Rückenschmerzen

Hausmittel bei Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind weit verbreitet und gelten als Volkskrankheit. Glücklicherweise liegt ihnen in den meisten Fällen keine ernsthafte Erkrankung zugrunde. Trotzdem schmerzt der Rücken, was das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen kann. Neben der medikamentösen und physikalischen Therapie, die der Arzt verschreibt, gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen, die jeder Betroffene ohne großen Aufwand durchführen kann.

Natürliche Hausmittel gegen Rückenschmerzen

  • Eine Reihe von Hausmitteln lindert akute Rückenschmerzen und entspannt die Muskeln:
    • Heublumensack: Ein kleines Leinensäckchen mit Heublumen aus der Apotheke füllen, über Wasserdampf erhitzen, gegebenenfalls in ein Handtuch wickeln und auf den schmerzenden Rücken legen.
    • Kartoffelauflage: Ungeschälte, gekochte und warme Kartoffeln zu einem Brei zerdrücken, in ein Leinentuch wickeln und auf den schmerzenden Rücken auflegen.
    • Kirschkern-, Dinkel-, Roggen- oder Hirsekissen im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmen und auf den schmerzenden Rücken legen.
    • Ein Vollbad nehmen bei etwa 36° C.
    • Solebad: Eine Badewanne mit etwa 37° C warmem Wasser füllen und bis zu 5 kg Salz darin auflösen, 20 Minuten baden, anschließend das Salz nicht abwaschen, sondern auf der Haut trocknen lassen und eine Stunde warm eingepackt ruhen.
    • Ein Schaffell in einen Stuhl, Sessel oder ins Bett legen. Das wärmt den Rücken.
    • Den Rücken regelmäßig mit Johanniskrautöl einreiben.
    • Vor dem Einschlafen den Rücken mit Kampferöl einreiben.

Rückenmuskulatur stärken

  • Für vorbeugende Maßnahmen bei Rückenschmerzen ist es nie zu spät. Selbst wenn bereits akute Beschwerden aufgetreten sind, kann man weitere Schmerzen vermeiden oder zumindest mildern. Das A und O dabei: Die Rückenmuskulatur stärken. Schwimmen und Radfahren sind Ausdauersportarten, die dem Rücken zugute kommen. Hier sollte man das Trainingspensum langsam steigern und die Muskulatur zwischendurch immer wieder lockern und dehnen.
  • Jogging sollte nur nach Absprache mit dem Arzt betrieben werden, da hier bei einem falschen Laufstil die Bandscheiben zusätzlich belastet werden.
  • Empfehlenswert ist es, sich einer Sportgruppe anzuschließen.
  • Wer keinen Sport treiben mag, kann einfach im Alltag auf mehr Bewegung achten. Kurze Wege kann man gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen statt mit dem Auto. Statt den Fahrstuhl zu nehmen, lohnt es sich Treppen zu steigen. Ein abendlicher Spaziergang ist besser als ein Fernsehabend auf dem Sofa.

Rückenschonendes Verhalten

  • Im Alltag gilt es einige Regeln zu beherzigen, um den Rücken zu entlasten:
    • Beim Bücken und Anheben den Rücken gerade halten und nicht beugen. Lasten nah am Körper tragen.
    • Beim Beugen keinen Rundrücken machen, sondern in die Knie gehen.
    • Schwere Einkaufstüten gleichmäßig verteilt mit beiden Armen tragen, Handtaschen von einer auf die andere Schulter wechseln.
    • Bei überwiegend sitzender Tätigkeit nach Möglichkeit entspannt und aufrecht sitzen, sich häufig zurücklehnen und den Rücken lockern, alle 30 Minuten aufstehen und umhergehen. Telefonieren kann man beispielsweise auch im Stehen.
    • Bei Computerarbeiten die Höhe des Schreibtischstuhls und der Tastatur aufeinander abstimmen.
    • Beim Autofahren mindestens alle zwei Stunden eine Pause einlegen und sich durchstrecken.
    • Beim Staubsaugen, Bügeln und Abwaschen auf einen geraden Rücken achten. Im Stehen das Gewicht häufiger von einem auf den anderen Fuß verlagern.

Um Rückenschmerzen vorzubeugen, sollten Sie die Rückenmuskulatur durch regelmäßigen Sport stärken und einige rückenschonende Verhaltensregeln für den Alltag beachten. Eine Reihe von Hausmitteln lindert akute Schmerzen und entspannt die Muskeln.